Projektstart: Der Bau meiner neuen Werkbank – Planung, Vorbereitung und große Vorfreude
Schon lange stand es auf meiner Liste: eine eigene, durchdachte Werkbank, die nicht nur stabil ist, sondern sich perfekt an meine Arbeitsweise und meine Garage anpasst. Zwischen den Feiertagen – also in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr – hat sich dann die ideale Gelegenheit ergeben, dieses Vorhaben endlich ernsthaft anzugehen. Mein lokaler Baumarkt lockte mit einer 20 %-auf-alles-Aktion, und ich habe die Chance genutzt, mich gezielt mit neuen Werkzeugen und Maschinen einzudecken.
Mit dieser Anschaffung ist der Grundstein für ein größeres Projekt gelegt worden: den Bau einer maßgeschneiderten Werkbank, in die meine neuen Maschinen sinnvoll, ergonomisch und möglichst nahtlos integriert werden sollen. In diesem Artikel möchte ich euch mitnehmen an den Anfang dieser Reise – von der Idee über die Planung bis hin zum bevorstehenden Baustart.
Der Auslöser: Neue Maschinen brauchen ein solides Zuhause
Im Mittelpunkt der Neuanschaffungen stehen unter anderem eine Tischkreissäge und eine Kappsäge. Beide Maschinen eröffnen mir ganz neue Möglichkeiten beim Arbeiten mit Holz, bringen aber auch klare Anforderungen an Platz, Stabilität und Arbeitshöhe mit sich. Schnell war mir klar: Einfach irgendwo hinstellen oder auf provisorischen Unterbauten betreiben kommt nicht infrage.
Stattdessen soll eine zentrale Werkbank entstehen, die diese Maschinen integriert, bündig aufnimmt und so ausrichtet, dass lange Werkstücke sauber geführt und sicher bearbeitet werden können. Ziel ist ein durchgängiger Arbeitsbereich, bei dem alles greifbar ist, nichts wackelt und keine unnötigen Höhenunterschiede entstehen.
Warum eine selbst gebaute Werkbank?
Fertige Werkbänke gibt es viele – von günstig bis sehr hochwertig. Doch keine davon erfüllt genau die Anforderungen, die ich an meine Werkstatt habe. Maschinenintegration, individuelle Maße, Stauraum an den richtigen Stellen und die Möglichkeit, die Werkbank später zu erweitern oder umzubauen, sprechen klar für eine Eigenkonstruktion.
Eine selbst gebaute Werkbank ist mehr als nur ein Möbelstück. Sie ist das Herzstück der Werkstatt, der Ort, an dem Ideen Form annehmen. Genau deshalb lohnt es sich, hier Zeit in Planung und saubere Umsetzung zu investieren.
Von der Idee zur Zeichnung: Planung mit Solid Edge
Bevor auch nur ein Stück Holz zugeschnitten wird, habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt, welches 3D-Programm für meine Anforderungen am besten geeignet ist. Wichtig war mir dabei eine Software, die nicht nur für klassische Konstruktionsaufgaben wie den Möbel- und Werkbankbau taugt, sondern sich ebenso für den 3D-Druck eignet – etwa für das Entwerfen eigener Bauteile, Halterungen oder Vorrichtungen. Nach einigen Überlegungen und Vergleichen fiel meine Wahl schließlich auf Solid Edge.
Das Projekt „Werkbank“ habe ich bewusst genutzt, um mich praxisnah in das Programm einzuarbeiten. Statt trockener Übungsbeispiele entstand so direkt ein reales, greifbares Projekt. Solid Edge ermöglichte es mir, präzise Maße festzulegen, unterschiedliche Varianten durchzuspielen und vor allem die Integration der Maschinen realistisch zu simulieren – ein enormer Vorteil gegenüber einer rein gedanklichen oder skizzenhaften Planung.
Besonders hilfreich war es, Arbeitshöhen, Maschinenabstände und mögliche Kollisionspunkte direkt am 3D-Modell zu überprüfen. So lassen sich typische Fehler – etwa zu wenig Platz für Anschläge, Führungsschienen oder spätere Erweiterungen – bereits im Vorfeld erkennen und vermeiden. Das spart nicht nur Material, sondern auch Zeit und Nerven beim späteren Bau.
Sehr unterstützt hat mich bei der Einarbeitung ein ausführlicher CAD-Kurs für Solid Edge von Herrn Bordes, den ich auf YouTube gefunden habe. Die verständlichen Erklärungen und praxisnahen Beispiele haben mir den Einstieg deutlich erleichtert und geholfen, das Programm Schritt für Schritt sicherer zu beherrschen.
Die Planung umfasst dabei nicht nur das Grundgestell der Werkbank, sondern auch Details wie Auflageflächen, mögliche Stauraumkonzepte und Reserven für zukünftige Projekte. Ziel ist eine Werkbank, die mitwachsen kann – und gleichzeitig ein CAD-Projekt, an dem ich meine Fähigkeiten in Solid Edge kontinuierlich ausbauen konnte.
Materialauswahl und Bestellung
Nach Abschluss der Planung folgte der nächste Schritt: die Materialliste. Holzquerschnitte, Plattenmaterial, Verbindungsmittel und Kleinteile wurden exakt auf Basis der Zeichnungen zusammengestellt. Dabei habe ich bewusst auf solide, bewährte Materialien gesetzt, die sowohl Stabilität als auch Langlebigkeit versprechen.
Die Materialien sind inzwischen bestellt und sollen in Kürze geliefert werden. Allein dieser Moment – wenn das Rohmaterial in der Werkstatt liegt – ist für mich immer wieder etwas Besonderes. Aus einzelnen Balken und Platten entsteht bald etwas Greifbares, Funktionales und Persönliches.
Was euch in der Bauphase erwartet
Sobald das Material angekommen ist, beginnt der praktische Teil des Projekts. Ich werde den Bau Schritt für Schritt dokumentieren: vom Zuschnitt über den Aufbau des Grundgestells bis hin zur Integration der Maschinen. Dabei soll es nicht nur um Erfolge gehen, sondern auch um Herausforderungen, Anpassungen und Learnings.
Gerade bei solchen Projekten zeigt sich oft, dass Theorie und Praxis nicht immer deckungsgleich sind. Kleine Änderungen gehören dazu – und genau das macht den Reiz aus. Ziel ist es, am Ende nicht nur eine funktionierende Werkbank zu haben, sondern auch wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die in zukünftige Projekte einfließen.
Mehr als nur eine Werkbank
Dieses Projekt ist für mich mehr als ein einzelnes Bauvorhaben. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer besser organisierten, effizienteren und inspirierenderen Werkstatt. Mit jeder selbst gebauten Lösung wächst nicht nur die Werkstatt, sondern auch das eigene Verständnis für Material, Konstruktion und Arbeitsabläufe.
Die neue Werkbank wird die Basis für viele weitere Projekte bilden – vom Möbelbau über kleinere Reparaturen bis hin zu individuellen Einzelstücken. Sie ist das Fundament, auf dem zukünftige Ideen entstehen und umgesetzt werden.
Begleitet mich auf dieser Reise
Ich lade euch herzlich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten. In den kommenden Beiträgen wird es detaillierte Einblicke in Planung, Baufortschritt und praktische Erfahrungen geben. Vielleicht könnt ihr aus dem Projekt Inspiration oder konkrete Anregungen für eure eigene Werkstatt mitnehmen.
Jetzt heißt es erst einmal: warten auf das Material – und dann Ärmel hochkrempeln. Der Bau meiner neuen Werkbank steht in den Startlöchern, und ich freue mich darauf, dieses Projekt Schritt für Schritt zum Leben zu erwecken.




Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!